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Nachteilsausgleich

Rechtliche Grundlage

Die rechtliche Grundlage für den Nachteilsausgleich findet sich in den Rahmenprüfungsordnungen für die Studiengänge Bachelor of Science und Master of Science als Konkretisierung des allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatzes des Art. 3 Absatz 3 des Grundgesetzes.

Auszug aus der Rahmenprüfungsordnung Bachelor of Science § 14a Nachteilsausgleich:

(1) Bei prüfungsunabhängigen nicht nur vorübergehenden oder chronischen gesundheitlichen Beeinträchtigungen eines/einer Studierenden, die die Erbringung von Prüfungsleistungen erschweren, kann der Fachprüfungsausschuss auf schriftlichen Antrag angemessene Maßnahmen zum Ausgleich der Beeinträchtigungen treffen; auf den Nachweis von Fähigkeiten, die zum Leistungsbild der abgenommenen Prüfung gehören, darf nicht verzichtet werden. Als Ausgleichsmaßnahmen können bei schriftlichen Prüfungen insbesondere die Bearbeitungszeit angemessen verlängert, Ruhepausen, die nicht auf die Bearbeitungszeit angerechnet werden, gewährt oder persönliche oder sächliche Hilfsmittel zugelassen werden.
(2) Vor der Entscheidung des Fachprüfungsausschusses nach Absatz 1 ist in strittigen Fällen mit Einverständnis des/der Studierenden der/die Behindertenbeauftragte beziehungsweise eine andere sachverständige Person anzuhören.
(3) Anträge auf Nachteilsausgleich sind bei der Anmeldung zu einer Modulprüfung oder spätestens einen Monat vor der jeweiligen Modulprüfung zu stellen. Die Beeinträchtigung ist von dem/der Studierenden darzulegen und durch ein ärztliches Attest, das die für die Beurteilung nötigen medizinischen Befundtatsachen enthalten muss, nachzuweisen.
(4) Im Falle der Erschwerung der Erbringung von Studienleistungen aufgrund nicht nur vorübergehender oder chronischer gesundheitlicher Beeinträchtigungen gelten die Regelungen der Absätze 1 bis 3 entsprechend.

 

Was ist zu beachten?

Nicht jede psychische oder physische Erschwernis rechtfertigt einen Nachteilsausgleich. Vor dem Hintergrund der Chancengleichheit aller Studierenden wir ein Nachteilsausgleich nicht gewährt, wenn sich das Leistungsdefizit auf die durch die Prüfungen zu ermittelnden Kompetenzen bezieht.

Damit ein Nachteilsausgelich gewährt werden kann, muss also eine Beeinträchtigung vorliegen, die nicht die Leistungsfähigkeit des Studierenden an sich betrifft, sondern es dem Studierenden nur erschwert, seine Lösung darzustellen.

 

Welche Form von Nachteilsausgleichen gibt es?

Welche Art des Ausgleichs gewährt wird, liegt im Ermessen des zuständigen Prüfungsausschusses.

 

Wie beantrage ich einen Nachteilsausgleich?

Ein Nachteilsausgleich muss beim zuständigen Prüfungsausschuss beantragt werden. Ein Formblatt gibt es nicht. Der Antragssteller muss dem Prüfungsausschuss glaubhaft nachweisen, dass er/sie in seiner Leistungserbringung für bestimmte Prüfungen beeinträchtigt ist. Die Beeinträchtigung muss durch entsprechende ärztliche Gutachten nachgewiesen werden.

Den Antrag mit den entsprechenden Nachweisen reichen Sie bitte beim Prüfungsamt der Technischen Fakultät ein.

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