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Steuerliche Bestimmungen

Achtung: Diese Information ersetzt nicht eine individuelle steuerliche Beratung
durch entsprechendes Fachpersonal!


Falls Sie als Arbeitgeber Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen Master online Studiengang finanzieren, so sind die Studiengebühren für Ihre Firma als Betriebsausgaben abzugsfähig - sofern die Aufwendungen betrieblich veranlasst sind:
Leistungen des Arbeitgebers für die berufliche Fort- und Weiterbildung seiner Arbeitnehmer führen nicht zur Lohnbesteuerung, wenn die Bildungsmaßnahmen im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden (R 19.7 Abs. 1 Lohnsteuerrichtlinien 2008). Ein ganz überwiegendes betriebliches Interesse ist bspw. anzunehmen, wenn durch die Bildungsmaßnahme die Einsatzfähigkeit des Arbeitnehmers im Betrieb erhöht werden soll. Ein überwiegend betriebliches Interesse des Arbeitgebers liegt gem. den Lohnsteuerrichtlinien (R 19.7 Abs. 2 LStR 2008) insbesondere dann vor, wenn die Teilnahme an der Bildungsveranstaltung - zumindest teilweise - auf die Arbeitszeit angerechnet wird. Eine weitergehende Prüfung für das Vorliegen des betrieblichen Interesses ist in den Fällen der teilweisen Anrechnung auf die Arbeitszeit nur erforderlich, falls konkrete Anhaltspunkte für den Belohnungscharakter der Bildungsmaßnahme vorliegen. Wenn der Arbeitnehmer sich nicht im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers fortbildet, ist der Wert der vom Arbeitgeber erbrachten Fort- oder Weiterbildungsleistungen dem Arbeitslohn des Arbeitnehmers hinzuzurechnen und unterliegt in der Regel der Sozialversicherungspflicht. Der Arbeitnehmer kann gegebenenfalls den Wert der beruflichen Fort- und Weiterbildung im Rahmen des § 9 Abs. 1 S. 1 EStG als Werbungskosten oder im Rahmen des § 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG als Sonderausgaben geltend machen.

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